Bericht: Rock in Peace – MusicHall Geiselwind – 05.04.2019

Bericht: Rock in Peace – MusicHall Geiselwind – 05.04.2019

Am Freitag, den 5.April 2019 luden die Bands Hämatom und J.B.O. zu einem ganz besonderen Event in die Music Hall nach Geiselwind. Unter dem Motto „Rock in Peace“ spielten sie gemeinsam mit den Bands Teeth of Lamb und Justice ein Benefizkonzert für einen verstorbenen Freund. Die letzten Karten wurden an der Abendkasse verkauft, danach war die Halle gut gefühlt und das Konzert ausverkauft. Da wir von dieser Aktion super begeistert waren, waren wir für euch dabei.

Am Eingang fand man den übersichtlichen Merch von Hämatom, an welchem man mit Witz und einem Lächeln bedient wurde. Daneben stand eine Spardose. Hier konnte freiwillig Geld für die Angehörigen des verstorbenen Mike Fiedler gespendet werden. Dabei war keiner aufdringlich oder wurde zu Tode gequatscht. Nein, die Flasche stand dort, ein großer Zettel “Für Mike” dran und damit war das Thema beendet. Was wir ebenfalls erwähnen möchten, jede der Bands spielte freiwillig und ohne Gage. Auch die Crew dahinter, Lichttechnik oder Sound arbeiteten ohne Gage, sondern rein für den guten Zweck und wir ziehen den Hut davor!

Die Musical Hall ist übersichtlich groß, es gibt mehrere Bars und auf der Empore mehr als genügend Sitzplätze. Die harten Fans standen aber bereits in den ersten Reihen und warteten auf den Beginn der ersten Band. 

Teeth of Lamb ist eine Band, die seit 2016 besteht und welche für uns relativ unbekannt war. Man kann sie als eine Mischung aus modernen Speed mit melodischem Thrash Metal beschreiben. Mit dazu kommt viel “Geschreie” des Frontmanns Wolf J. Die Band war als Einstimmung nicht schlecht, dennoch hat sie uns nicht so wirklich überzeugt. Das Geschreie war fast durchgängig und unverständlich, so klang leider jeder Song fast gleich. Dennoch war der Sound echt gut, die Beleuchtung passend und die Band ertragbar.

Nach einer halben Stunde war das Spektakel vorbei und der Umbau für J.B.O. begann. 

Für alle, die J.B.O. nicht kennen: Die Band aus Erlangen hatte 1989 ihren ersten offiziellen Auftritt und man kann sie als Fun-Metal Band bezeichnen. Wie bei der Band bekannt, reagierte die Farbe Rosa sehr stark auf der Bühne, die Jungs hatten Spaß und die Fans gröllten Songs wie „Ällabätsch“ , „Bolle“, „Verteidiger des Blödsinns“ oder „Wacken ist nur einmal im Jahr“ lauthals mit. Der Sound war leider stellenweise etwas leise, die Beleuchtung dafür super und die Band hatte sichtlich Spaß!

Sehr lustig, aber auch bewundernswert war die Aktion, dass die Jungs von J.B.O. alte Bühnenoutfits oder auch Merchandise für den guten Zwecks versteigerten. Hier sollte ebenfalls Geld für die Familie gesammelt werden und keines der Outifts, oder der alten, getragenen Schuhe blieb zurück. Jedes Kleidungsstück fand einen neuen Besitzer und einiges an Geld kam zusammen. Tolle Aktion! Die Fans wurden super miteinbezogen und die Spielzeit der Jungs verging wie im Flug.

2004 in Franken gegründet, ist Hämatom eine deutsche Metal-Band. Ihre Einflüsse liegen in der Neuen Deutschen-Härte, aus welcher sie ihren eigenen musikalischen Stil entwickelt haben. Die Band hat fünf Studio Alben und sind mit ihrem aktuellen Album „Wir sind Gott“ (Unseren Konzertbericht aus Oberhausen findet ihr hier) auf Platz 5 in den Charts eingestiegen. Mit Songs wie „Fick das System“, „Ikarus Erben“ „Ich hasse dich zu lieben“ oder „Eva“ wurde eine wilde Party gefeiert, Sänger „Nord“ bedankte sich mehrfach bei den Fans für zahlreiches Erscheinen und erzählte, wie gerührt die Bands davon sind, das sich innerhalb von vier Wochen so viele Menschen für dieses Event begeistern liesen. 

Neben viel Party und wilden Gitarren Riffs waren aber auch ruhigere Songs dabei. „Lichterloh“ trieb dem ein oder anderen Fan Tränen in die Augen und beim Song „Totgesagt, doch neugeboren“ ging Hämatom auf Tuchfühlung mit den Fans.

Es war ein abosult grossartiges Konzert und man merkte der Band die Verbundenheit zum verstorbenen Mike Fiedler an. Zur letzten Band, Justice, verliesen viele Gäste die Music Hall, ebenso wie wir.

Doch auch wen wir uns die letzte Band nicht angesehen haben, können wir ganz klar sagen, dass es ein großartig organisiertes Event war und jede Band mit Herzblut dahinter stand. Wir sind beeindruckt und sagen Danke für diesen wirklich fantastischen Abend und wünschen den Angehörigen von Mike Fiedler viel Kraft und alles Gute für die Zukunft!

Noch nicht genug gesehen?

Alle Galerien des Abends findet ihr, wie immer, in unserem Archiv. Wir können euch nur härmstens ans Herz legen da mal durchzuschauen.

Über den Autor

Chart Top 10

  • 1. Old Town Road (feat. Billy Ray Cyrus) [Remix] - Lil Nas X
  • 2. Jenny of Oldstones (Game of Thrones) - Florence + The Machine
  • 3. God's Country - Blake Shelton
  • 4. Old Town Road - Lil Nas X
  • 5. Earth - Lil Dicky
  • 6. Sunflower (Spider-Man: Into the Spider-Verse) - Post Malone & Swae Lee
  • 7. bad guy - Billie Eilish
  • 8. Shallow - Lady Gaga & Bradley Cooper
  • 9. Sucker - Jonas Brothers
  • 10. Sweet but Psycho - Ava Max