Bericht: Delain – Danse Macabre – Live Music Hall Köln – 11.10.2018

Bericht: Delain – Danse Macabre – Live Music Hall Köln – 11.10.2018

Nachdem DELAIN mit ihrem aktuellsten Album „Danse Macabre“ vor nunmehr ziemlich genau einem Jahr einen massiven Einschlag in der Symphonic Metal Szene verbuchen konnten war es dieses Jahr etwas ruhiger um die niederländische Band. Die letzten Wochen trieb es die Band zusammen mit Nightwish durch die Latein-Amerikanischen Breitengrade doch auch die treuen europäischen Fans wollten die Musiker noch einmal mit ihrer Anwesenheit beglücken. Köln war nicht nur der Startschuss für die DELAIN EP-Shows sondern auch gleichzeitig auch der einzige Club-Auftritt der Band in Deutschland dieses Jahr – es verwunderte also kaum, dass der Andrang in der Live Music Hall am Donnerstagabend um einiges größer als bei anderen Konzerten unter der Woche war.

Als Unterstützung für den Auftritt ist VISIONATICA eingeladen. Mit ihrem grandiosen und glasklaren Sopran-Gesang, verbunden mit den kraftvollen Grooves, melodischen Gitarren sowie beeindruckenden Orchester-Elementen ihrer Mitstreiter wirbelt dieses musikalische Rudel mit ihrem in die Jahre gekommenen und dennoch aktuellen Debüt „Force Of Luna“.

VISIONATICA beweisen mit ihrer Live-Darbietung von „Force Of Luna“ eine Welt geschaffen die dass von Wölfen, Visionen, Lügen, Mythen und vielem mehr erzählt. Sie unterlegen das Ganze mit unglaublich epischen Arrangements, bestehend aus mächtigen Orchesterparts, anspruchsvollen Gitarrenriffs und Basslines und präzisem Schlagzeugspiel. Über all dem thront der wunderschöne prägnante Soprangesang von Amara. Zusammen ergibt das einen beeindruckenden Symphonic Metal, der jeden, der „Force Of Luna“ einmal gehört hat, in seinen Bann zieht und nicht mehr los lässt. Da bleibt eigentlich nur die Frage warum man von dieser Kombo aus Nürnberg nicht schon mehr gesehen und gehört hat.

Licht aus! Und aus der Dunkelheit erklingt ein Intro und eine Stimme welche nur eines verheißen konnte – die nächsten zwei Stunden werden ein Fest für Augen und Ohren denn Delain ist wieder im ausverkauften Haus eingekehrt.

Zwischenzeitlich spürt man die Magie von diesen kleineren, intimeren Clubshows – Charlotte hält immer wieder inne um die Euphorie und Energie aufzusaugen, etwas was größere Festivalshows nicht wirklich zulassen denn die Nähe zu den treusten Fans ist ein ganz besonderes Gefühl. So lässt die sympathische Sängerin es sich auch nicht nehmen mit Humor und kleinen Ansagen zu den Liedern  durch den gesamten Abend zu führen, Anekdoten oder einfach nur witzige Anmerkungen führten in die Songs.

DELAIN präsentieren einen genialen Track nach dem anderen. Eigentlich “nur” als Geschenk an die europäischen Fans und zur Überbrückung bis zu ihrer neuen EP gedacht führte die fast zwei Stunden lange Show einmal quer Beet durch die beachtliche Bandgeschichte. Neben Neuinterpretationen klassischer DELAIN Songs wie „Scarlet“konnten sich die Zuhörer über einige brandneue Tracks, unter Anderem „Masters of Destiny“ oder „Hunters Moon“ freuen welche beide Bühnenpremiere feierten. Zu beginn der Woche gab es zu dazu noch eine mehr als erfreuliche Nachricht von DELAIN, denn das als EP angedachte Neuwerk wird doch umfangreicher als geplant. Die Einblicke die es an diesem Abend gab machen jedenfalls Lust auf mehr und lassen Fans, und auch uns, lächelnd ins nächste Jahr blicken.

Setliste

  1. Go Away
  2. Masters of Destiny
  3. The Glory and the Scum
  4. Suckerpunch
  5. The Hurricane
  6. Scarlet
  7. Danse Macabre
  8. Fire with Fire

   The Monarch (incomplete)

  1. Hands of Gold
  2. Sleepwalkers Dream
  3. Timo & Joey Jam
  4. Pendulum
  5. The Gathering
  6. Pristine
  7. Mother Machine
  8. Hunter’s Moon
  9. Don’t Let Go
  10. We Are the Others

Songverteilung

Moonbathers: 7
Lucidity: 3
Hunter’s Moon: 2
The Human Contradiction: 2
We Are the Others: 2
April Rain: 1
Others: 1

DELAIN bewiesen erneut das es nicht umbedingt große Showinszenierungen braucht um einen herrlichen Abend bieten, man merkte das die Band immer mit Herzblut bei der Sache ist – ob jetzt in den Großen Hallen, auf riesigen Festivalbühnen oder eben in kleinen Clubs, reduziert und aufs wichtige zurück besonnen: die Musik und die Emotionen die sie erzeugen können.

Über den Autor

Markus Felix

👑 Betreiber • ✍️ Chefredakteur • 📷 Offizieller Fotograf und Person für alles bei PushingPixels.de

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