Bericht: Kamelot – The Shadow Theory – Live Music Hall Köln – 12.09.2018

Bericht: Kamelot – The Shadow Theory – Live Music Hall Köln – 12.09.2018

Nachdem KAMELOT mit ihrem aktuellen Album „The Shadow Theory“ einen massiven Einschlag in der Symphonic Metal Szene verbuchen konnten, bringt die schwedisch-amerikanische Band nun ihr neues Werk auf die Straße. Auf die Reise, welche ihren Anfang in der Kölner Live Music Hall fand, luden KAMELOT sich eine hochkarätige Reisebegleitung ein. LEAVES EYES und VISION OF ATLANTIS begleiten die Jungs auf dem Teil der Tour, welcher durch die deutschsprachigen Länder führt.

Das Line-Up des Abends in der Kölner Reisemetropole las sich für Fans der stimmgewaltigen Vokalisten und virtuoser Instrumentalarbeit wie ein Fünf-Gänge-Menü – es verwunderte also kaum, dass der Andrang in der Live Music Hall am Mittwochabend um einiges größer als bei anderen Konzerten unter der Woche war. Darunter waren bei Weitem nicht nur Anhänger des Headliners, auch Leaves Eyes und Visions of Atlantis hatten treue Fans mitgebracht – zumindest den T-Shirts, die an diesem Abend herumliefen (pardon: deren Menschen sie an diesem Abend ausführten) zu folgen.

Die Geräuschkulisse, die gleich schon zu VISION OF ATLANTS herrschte, bestätigte jedoch die Vorahnung. Nachdem die Österreicher gleich mit dem Opener „The Deep And The Dark“ den Abend mit Charme und Bühnenpräsenz eröffneten, waren sämtliche Sympathien gleich auf ihrer Seite. Daran schlossen Siegfried, Clementine und Co nahtlos mit einem knackigen Set an, welches die Band eigentlich gerne noch hätte weiter ausdehnen dürfen – in dieser kurzen Form jedoch als perfekter Einheizer funktionierte.

Da gossen LEAVES EYES mit ihrer umwerfenden dynamischen und einvernehmenden Art nur noch weiter Öl ins Feuer. Denn dass die Wikinger die Live Music Hall im Sturm einnehmen würden, machten nicht nur die Statisten in Gewandung, welche den Auftritt der Band einläuteten, klar. Kaum war das eindrucksvolle Intro von „Sign Of The Dragonhead“ und das Horn verklungen, legten Leaves Eyesmit einer atemberaubenden Rasanz los. Ein begeisternder, mitreißender Auftritt, der seinen Höhepunkt in Titeln wie ‚Jomsborg‘ sowie in der neuen Single ‚Riders On The Wind‘erreichte.

Pünktlich um 21:30 Uhr betraten schließlich die Gastgeber des Abends die Bühne und verwandelten die Live Music Hall augenblicklich in einen dampfenden Hexenkessel. KAMELOT geizten bei ihrer eineinhalbstündigen Bühnenperformance weder mit Emotionen in den eher ruhig gehaltenen Stücken noch mit wuchtigen Livebrechern. Hier wurden die Herren aus Amerika und Schweden bisweilen von ihrer Gastsängerin Lauren Hart unterstützt. Schon im Klargesang eine großartige Interpretin, verdiente sich die zierliche US-Amerikanerin ihre Meriten an diesem Abend vor allem mit den brachialen Growls, etwa im Titel „Marsh Of Mephisto“ – in meinen Ohren einer der überzeugendsten Tracks an diesem Abend. Jegliche Abstufungen sind dabei jedoch Meckern auf hohem Niveau – KAMELOT zeigten sich in Köln als eine echte Bank und eine imposante Live-Gewalt. Von der eindrucksvollen Licht-Show der Symphonic Metal bis hin zur technischen Perfektion, welche die Band auch in den ausschweifenden Instrumentalsoli unter Beweis stellte. Den Startschuss in die „The Shadow Theory“ Tournee feierten KAMELOT mit einem großen Knall. Ein symphonischer Abend der Meisterklasse.

Setliste

  1. Phantom Divine
  2. Rule the World
  3. Insomnia
  4. The Great Pandemonium
  5. When the Lights are Down
  6. End of Innocence
  7. Veil of Elysium
  8. Here’s to the Fall
  9. RavenLight
  10. March of Mephisto
  11. My Confession
  12. Amnesiac
  13. Sacrimony (Angel of Afterlife)
  14. Keyboard and Drum Performance
  15. Forever
  16. Liar Liar

Songverteilung

Haven: 5
The Shadow Theory: 3
Silverthorn: 2
The Black Halo: 2
Ghost Opera: 1
Karma: 1
Poetry for the Poisoned: 1
Others: 1

Über den Autor

Leo Dowidat

📷 Fotografin: Konzertgezwitscher

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