Bericht: The Rasmus – Dark Matters Tour – FZW Dortmund – 15.10.2018

Bericht: The Rasmus – Dark Matters Tour – FZW Dortmund – 15.10.2018

Bei dem Wetter musste man an diesem Montag Abend doch zwei mal in den Kalender schauen um sich sicher sein zu können das es doch wirklich schon Herbst war. THE RASMUS haben zum zweiten Block ihrer „Dark Matters“ Tour gerufen und alle sind sie erschienen, von Großeltern übers Ehepaar bis hin zu deren Kindern, die demographische Verteilung ist so weit gefächert wie sonst selten bei einem Konzert. Nachdem das aktuelle „Dark Matters“Album bereits letztes Jahr erschien und die Finnen mit eben diesem ausgiebig durch die europäischen Länder gereist sind hat die vier nach ziemlich genau einem Jahr nochmal erneut die Spiellust gepackt. Zusammen mit den beiden italienischen Bands OVERLAPS und THE SHIVER haben THE RASMUS sechs weitere Termine nach Deutschland geplant.

Pünktlich um 20 Uhr werden die Opener des Abends, die Italiener von OVERLAPS mit warmen und wohlwollenden Applaus vom Dortmunder Publikum begrüßt. Die Junge Band hat erst vor einem Monat ihr Debüt-Album über Bandcamp veröffentlich, somit ist nicht verwunderlich das die Band auf leichte Skepsis im Publikum trifft. Unbeeindruckt davon schrammelt die Nu-Rock Band mit einer unglaublichen Power los und binnen kürzester Zeit war jede Reserviertheit verflogen. Nach 25 Minuten ist dann aber auch schon wieder Schluss mit dem sympathischen Quartett und die Bühne des FZW Dortmund wird fix für die nächste Band umgebaut.

Nach einer kurzen Pause geht es dann mit der, ebenfalls italienischen Band, THE SHIVERweiter. Sängerin Federica, heute geschickt mit glitzernden Katzenohren aus der  “I am a cat” Reihe von Accessoires, stürmt die Bühne und . Die stimmliche Gewalt welche die zierliche Sängerin die nächsten 30 Minuten präsentiert ist beachtlich – so schwingt sie von zartem Gesäusel über kräftigen Klargesang bis hin zu brachialen Gesangsparts einmal quer durch eine ungekannte Bandbreite im Nu-Rock Genre. Noch beachtlicher wird die Leistung wenn man ihrer Ansage nach dem zweiten Song lauscht, die Dame kämpf akut mit einer Erkältung und kann entschuldigt sich dafür nicht wie gewohnt Gas geben zu können. Wenn das erkältet ist sind wir darauf gespannt wie die Inbrunst klingen muss wenn die Dame gesund ist. Getragen wird diese jedenfalls auch an diesem Abend von den anderen drei Mitgliedern von THE SHIVER, allesamt technisch einwandfreie Musiker welche allerdings in der Bühnenpräsenz der Frontfrau untergehen.

Gegen 21.45 Uhr dann f-f-f-angen die Musiker des Abends, THE RASMUS, dann mit ihrem Klassiker „F-F-F-Falling“ vom Album „Into“ ihre Darbietung an. Vom ersten Ton an hat das Publikum alle Hemmungen von Board geschmissen und kennt kein Halten mehr. Die gute Laune und Energie die von der Band tut ihr letztes um auch den letzten Fan im Publikum anzustecken und zu animieren.

Die Spielpause von einem Jahr merkt man dem anwesenden Fans nicht an, viele sind textsicherer als Sänger Lauri Ylönen selbst. THE RASMUS selbst scheint das nicht im geringsten zu stören, sie freuend sich einfach wieder unterwegs zu sein und dabei alte und neue Freunde zu treffen und genauso fühlt sich der Abend auch an – ein etwas größeres Wohnzimmerkonzert unter Freunden. Die letzten Auftritte, abgesehen von der kurzen Tour im letzten Jahr, liegen schon einige Jahre zurück sodass die Fans schon ganz hungrig auf ihre Band. Das sehnsüchtige Warten hat wird reichlich belohnt.

Egal welches Lied der, beachtlichen, 19 Songs umfassenden, Setlist THE RASMUS auch anstimmt, er wird frenetisch gefeiert. Sänger Lauri animiert immer wieder zum Mitsingen und bekommt im Handumdrehen eine euphorisch und lautstarke Reaktion. Wie aus einer Kehle singen die, meistens weiblichen Fans, jedes noch so in die Jahre gekommene Lied textsicher mit. Den größten Ausraster des Abends lösen dann die ersten Töne von „In the Shadows“, nicht verwunderlich aber trotzdem nicht weniger schön. So neigt sich das Set auch schon dem Ende, jedoch nicht ohne das die Band einen kleinen Ausblick auf das nächste Album gewährt mit denen die Finnen den „Holy Grail“ ihrer Karriere veröffentlichen wollen.

Setliste

  1. F-F-F-Falling
  2. Guilty
  3. No Fear
  4. Paradise
  5. Time to Burn
  6. Immortal
  7. Justify
  8. Nothing
  9. Wonderman
  10. Not Like the Other Girls
  11. Still Standing
  12. Funeral Song
  13. First Day of My Life
  14. In My Life
  15. Livin’ in a World Without You
  16. In the Shadows
  17. Wind of Change
  18. Holy Grail
  19. Sail Away

Songverteilung

Dead Letters: 8
Dark Matters: 3
Hide From the Sun: 3
Black Roses: 2
Into: 1
Others: 1
Covers: 1

Über den Autor

Markus Felix

👑 Betreiber • ✍️ Chefredakteur • 📷 Offizieller Fotograf und Person für alles bei PushingPixels.de

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