Bericht: Dark Storm Festival – Stadthalle Chemnitz – 25.12.2018

Bericht: Dark Storm Festival – Stadthalle Chemnitz – 25.12.2018

Einen Tag nach dem Heiligen Abend verwandelte sich im vergangenen Dezember die Stadthalle in Chemnitz in eine unheilige Bastion und Treffpunkt für die Schwarze Szene. Wer dem Kitsch der Feiertage entfliehen wollte, fand auf dem DARK STORM FESTIVAL ein schwarzbuntes Potpourri an Gothic Rock und Electro Acts. Wir stürzten uns für euch zum krönenden Abschluss des letzten Jahres ins Getümmel.

Angefangen im Jahre 1997 hat das DARK STORM FESTIVAL sich vor allem mit den Line-Ups der letzten Veranstaltungen zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender vieler Szenegänger gemausert. Und so war es kaum verwunderlich, dass man in Chemnitz nicht nur beim Schlendern durch die Gänge mit ihren Getränkeständen und Verkaufsbuden auf viele übliche Verdächtige stieß. Auch auf der Bühne waren zahlreiche bekannte Gesichter aus dem vergangenen Festivalsommer vertreten. So eröffneten die Schweizer Gothic Rocker HELL BOULEVARD die Hauptbühne am späten Nachmittag. Noch spärlich besucht, sorgten Matteo vDiva und Co mit ihrem spannungsgeladenen Set und frischen Titeln wie „Satan In Wonderland“ für helle Begeisterung. Ein schwungvoller Start in den Nachmittag, dessen Tempo kurze Zeit später V2A auf dem Second Floor mit elektronischen Beats und stoischen Rhythmen ankurbelten.

Die beiden Bühnen wurden größtenteils abwechselnd bespielt, sodass der geneigte Zuschauer während des gesamten Indoor-Festivals die Möglichkeit hatte, alle Bands zu sehen. Denn das Line-Up reichte über zahlreiche Subgenres innerhalb der Schwarzen Szene und deckte etwa mit Bands wie COVENANT, EISFABRIK, ASH CODE, LEBANON HANOVER und IN STRICT CONFIDENCE zum einen über große Teile hinweg den elektronischen und Dark Wave Sektor ab, lieferte mit hartem Dunkelmetall wie NACHTBLUT auch den Düsterrockern des Festivals eine Band, welche schon zur frühen Stunde für helle Begeisterung sorgte, sowie GOETHES ERBEN mit ihrem einzigartigen morbiden und packenden Charme. Im krassen Kontrast dazu, jedoch nicht minder mitreißend die bunte, nostalgische Show von WELLE:ERDBALL. Auch in Chemnitz hatten die Damen und Herren nicht an guter Laune und beschwingten Songs gespart und entführten während ihres Slots in vergangene Zeiten. Kaum jemand, der den Raum danach ohne breites Grinsen im Gesicht verließ.

Zum großen Finale gaben sich schließlich auf der Hauptbühne Eisbrecher die Ehre. Gewohnt cool und lässig brachten Alex und Co die Stadthalle zum Beben und bescherten dem DARK STORM FESTIVAL einen rauschenden Abschluss. Der einzige Wehmutstropfen: Der Headlinerslot wurde als einzige Position genau parallel besetzt, sodass sich das Publikum zwischen der audiovisuellen Explosion der NDH-Größe und der gewohnt reißerischen, peitschenden Show von AGONOIZE entscheiden musste. Obwohl mit FUNKER VOGT erst wenige Stunden zuvor aufgetreten, war Chris L. nach wie vor in bester Verfassung und riss die Bühne auf dem Second Floor ab.

Doch auch wer nach derart vielen Eindrücken immer noch nach Party lechzte, musste nicht unbefriedigt nach Hause gehen: Im Fuchsbau in Chemnitz legten DJs schließlich zur krachenden Aftershow-Party auf. Manche, so munkelt man, seien erst am frühen Morgen im Licht der Weihnachtsbeleuchtung von Chemnitz nach Hause geschlichen… 

Über den Autor

Markus Felix

👑 Betreiber • ✍️ Chefredakteur • 📷 Offizieller Fotograf und Person für alles bei PushingPixels.de

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